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Schulgebäude, Sanitäranlage und Pumpbrunnen - Grundschule Tchotoukou (TOGO)

Das Dorf Tchotoukou mit ca. 500 Einwohner*innen liegt 460 Km nördlich von der Hauptstadt Lomé, 7 km südlich von der Stadt Bassar. Anfang der 1950er Jahre ließ sich ein Bauer aus Anima (Präfektur von Doufelgou) wegen der guten Ackerflächen hier nieder und gründete so dieses Dorf. Die Einwohner*innen des Dorfes gehören zum größten Teil der ethnischen Gruppen Lamba, die Peuhls und Kabye bilden eher Minderheiten. Die Menschen in Tchotoukou leben hauptsächlich von der traditionell betriebenen Landwirtschaft sowie von der kleinen Vieh- und Ziegenzucht. Angebaut werden in dieser Gegend u. a. Mais, Hirse, Reis sowie Yams für den Eigenbedarf. Ein Teil der Ernten wird auf dem wöchentlichen Marktplatz verkauft. Soja und Sesam werden mittlerweile wie in anderen Regionen Togos angebaut und jedoch von Großhändlern zu Dumpingprisen angekauft. Wegen des tropischen Klimas besteht das Jahr nur aus zwei Jahreszeiten: einer Trockenzeit (von Mitte Oktober bis Mitte April) und einer Regenzeit (von Mitte April bis Mitte Oktober). Die Dorfbewohner*innen können wegen dieser durch das Klima bestimmten Gegebenheit und der nichtexistierenden Bewässerungstechniken, den Ackerbau nicht ganzjährig betreiben. Der aktuelle Klimawandel wirkt sich zudem zusätzlich negativ auf die Ernten aus, weil es in der Regenzeit immer seltener oder zu viel regnet und die Ernten immer schlechter werden.

 

Ende 2020 nahmen Vertreter des Dorfkomitees von Tchotoukou Kontakt zu unserem Büro in Kara auf und baten dort um Unterstützung für die Bohrung eines Pumpbrunnens. Tchotoukou sei sehr dünn besiedelt, bestehe aus mehreren kleinen Dorfteilen und einige haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Alle Versuche des Dorfes bei staatlichen Stellen einen weiteren Brunnen zu bekommen, seien bis dato erfolglos geblieben. Zudem bräuchte die Grundschule von Tchotoukou ein adäquateres Schulgebäude, denn das einzige aus Lehm bestehende Gebäude, gebaut 1978, sei baufällig und einsturzgefährdet. Kinder und Lehrpersonal seien vor allem in der Regenzeit ständig den Gefahren eines Einsturzes ausgesetzt.

 

Dem Dorf Tchotoukou fehlt es an grundlegenden Infrastrukturen. Es gibt keine Gesundheitsstation, Zugang zu sauberem Trinkwasser fehlt mancherorts. Dies sei aktuell die höchste Priorität der Dorfgemeinschaft.

 

Die staatliche Grundschule von Tchotoukou wurde 1977 eröffnet und zählt in diesem Schuljahr 2020/21 ca. 193 Schüler*innen und 30 Vorschulkinder. Die Schule verfügt wie bereits erwähnt derzeit über ein heruntergekommenes Schulgebäude mit drei Klassenräumen, das jederzeit einstürzen könnte. Um den Bedarf an Klassenzimmern zu decken, werden die meisten Kinder in den aus Holzpfählen, Lehm und alten Wellblechen gebauten Hütten untergebracht, die kaum Schutz vor der tropischen Sonnenhitze, Regenfällen sowie vor Insekten und Reptilien bieten. Sanitäranlagen sind an dieser Schule nicht vorhanden.

 

Der Grundschule von Tchotoukou wäre durch den Bau eines Schulgebäudes von 4 Klassenräumen mit Büro- und Lagerraum sowie eine Ausstattung mit Mobiliar und den Bau einer Sanitäranlage viel geholfen, damit Schüler*innen bessere und vor allem sichere Lernbedingungen bekommen. Die prekären Verhältnisse erschweren erheblich die Lernqualität und beeinträchtigen folglich den Schulbesuch der Kinder in Tchotoukou. Zudem soll der Zugang zu sauberem Wasser durch den Bau eines Pumpbrunnens an dieser Schule ermöglicht werden. Nicht nur die Wasserknappheit wird durch den Brunnen in Tchotoukou reduziert, sondern Krankheiten durch verunreinigte Wasserquellen sollen auch bekämpft werden. Sauberes Trinkwasser verbessert und schützt die Gesundheit, gerade in Zeiten von Corona. Es gibt zudem Kindern die Möglichkeit, dauerhaft zur Schule zu gehen und erleichtert das Leben von Frauen im Dorf.

 

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