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Pumpbrunnen für das Dorf Namouté (Togo)

Das Dorf Namounté liegt ca. 496 Km nördlich von der Hauptstadt Lomé, 76 km von unserem Projektbüro in Kara und 26 km nordwestlich von der Kleinstadt Kantè in der Präfektur Kéran. Das Dorf mit ca. 2.100 Einwohner*innen besteht mehrheitlich aus der ethnischen Gruppe Lamba. Die Menschen leben hier hauptsächlich von der Landwirtschaft, Vieh- und Ziegenzucht. Angebaut werden Mais, Hirse, Jams sowie Hülsenfrüchte für den eigenen Bedarf und Soja und Baumwolle zum Verkauf. Der traditionell betriebene Ackerbau ist aber bedingt durch das Tropenklima bestehend aus einer Regenzeit (von April bis Oktober) und einer Trockenzeit (von Oktober bis April). Der Ackerbau wird nur in der Regenzeit betrieben. Verspätete oder sehr wenig Regen, wie es in den letzten Jahren immer wieder beobachtet wird, bedeuten auch schlechte Ernten. In diesem Fall sind die Bauer*innen auf sich allein gestellt, denn staatliche Subventionen bzw. Unterstützung gibt es nicht.

 

Namouté ist dünn besiedelt und besteht aus 2 Dorfteilen, die etwa 5 km voneinander entfernt sind. Die einzige saubere Wasserquelle für alle Dorfbewohner*innen liegt am anderen Ende des Dorfes neben der Schule. So müssen Schüler*innen, die etwa 5 km von der Schule wohnen, abends nach Schulschluss Wasser in Kanistern für die restliche Familie mitnehmen. Ansonsten legen Frauen und Kinder in der Trockenzeit täglich mehrmals den weiten Weg zurück, um ans Wasser zu kommen. In der Regenzeit hingegen wird verschmutztes Regenwasser bzw. Wasser aus Ziehbrunnen getrunken. Diese Ziehbrunnen trocknen aber schnell aus, sobald die Regenzeit vorbei ist. 

 

Ossara e.V. nimmt sich vor mit Hilfe von Zuschüssen den Menschen in Namouté den Zugang zu sauberem Wasser durch den Bau eines Pumpbrunnens zu ermöglichen. Dies würde die Wasserknappheit in diesem Dorf langfristig bekämpfen, die Verbreitung von Durchfallerkrankungen sowie andere schlimme Krankheiten verringern und somit zur Verbesserung des allgemeinen gesundheitlichen Zustandes der Dorfbewohner*innen beitragen. Durch die Ausbreitung des Coronavirus wird zudem deutlich, wie wichtig sauberes Wasser und Hygiene für die Gesundheit ist. Auch wenn unser Verein jung ist, haben wir verschiedene Pumpbrunnen an verschiedenen Orten in Togo Togo (Kikpeou, Koumatchangou, Gléi, Atchakalao, N’Nababoun, Kissabombike, Lama-Tessi, Wostè und Alabadè) bereits erfolgreich durchgeführt.

 

Der Zugang zu sauberem Wasser ist essenziell für den Alltag und eine nachhaltige Entwicklung. Und die fehlende Entwicklung und Perspektive führt wiederum zur Landflucht bzw. zur unkontrollierten irregulären Migration. Mit unserem Beitrag in diesem Dorf sowie in anderen Gebieten Togos möchten wir langfristig gegen Fluchtursachen und das Dorfleben gemeinsam mit den Bewohner*innen attraktiver gestalten. 

 

Projektzeitraum: Februar bis April 2021