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Schulgebäude und Ausstattung Grundschule Kikpeou

Das Dorf Kikpeou ist eines der während der Kolonialzeit entstandenen Dörfer zwischen der Kleinstadt Bassar und dem Kanton Kabou. Das Dorf zählt heute etwa 780 Einwohner*innen und liegt ca. 460 Km nördlich von der Hauptstadt Lomé. Kikpeou ist dank der neu asphaltierten Straße gut erreichbar. Von unserem Büro in Kara sind es ca. 60 km. Seit 1993 hat das Dorf eine relativ kleine Grundschule, die durch die Dorfinitiative mit Lehm gebaut wurde. Das Gebäude muss jedes Jahr nach der Regenzeit neu verputzt werden, damit es nicht zusammenbricht. Es verfügt lediglich über 3 Klassenräume für die Klassen 1 bis 6 –und eine weitere Blechhütte für die Vorschulkinder Die Schule zählt im Schuljahr 2019/2020 insgesamt 142 Schüler*innen, die aufgrund der mangelnden Klassenräume zweizügig unterrichtet werden.

 

In diesem kleinen Dorf bestehend aus den ethnischen Gruppen Lamba, Kabye, Nawdeba und Bassar leben die Menschen von der Landwirtschaft und Viehzucht. Sie bauen u. a. Mais, Hirse, Maniok sowie Yams an. Zum Vieh gehören in diesem Dorf Hühner, Ziegen und Schafe. Die Erträge aus der Landwirtschaft werden teilweise auf dem wöchentlichen Marktplatz unter freiem Himmel veräußert. Wegen des tropischen Klimas besteht das Jahr nur aus zwei Jahreszeiten: einer Trockenzeit (von Mitte Oktober bis Mitte April) und einer Regenzeit (von Mitte April bis Mitte Oktober). Die Dorfbewohner*innen können wegen dieser, durch das Klima bestimmten Gegebenheit und der fehlenden Bewässerungstechniken, die Landwirtschaft nicht ganzjährig betreiben. Der aktuelle Klimawandel wirkt sich zudem negativ auf die Ernten aus, weil es in der Regenzeit immer seltener regnet und die Ernte kaum zur Selbstversorgung reichen. In Kikpeou gibt es weder Strom noch eine Gesundheitsstation, wobei das ursprünglich noch größere Problem der Dorfbewohner*innen bei der Wasserversorgung lag. Um der Dorfgemeinde den Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen, hat Ossara mithilfe einer Förderung bereits im Februar 2019 einen Pumpbrunnen neben dem Schulstandort bohren lassen.

 

Der alte Brunnen in der Dorfmitte wurde ebenso saniert, so dass nun fließendes Wasser für weitere Vorhaben vorhanden ist. Das Dorf beteiligte sich damals sowohl finanziell als auch personell. Die provisorischen Bauten an der staatlichen Schule Kikpeou bieten kaum Schutz vor dem stürmischen Regen. In der Regenzeit fällt daher der Unterricht öfter aus. Zudem haben Kinder und Lehrkräfte keine ausreichenden Sitzmöglichkeiten und sind Stichen bzw. Bissen von Insekten ausgesetzt. Mit dem vorhanden Pumpbrunnen strebt nun die Gemeinde in Kikpeou den Bau eines modernen Schulgebäudes für die wissensdurstigen Kinder dieses Dorfes an. Die Grundschule verfügt bereits über moderne Sanitäranlagen. 

 

Die Dorfgemeinde bzw. der Elternrat erklärt sich – wie schon beim Brunnenprojekt – bereit mitzuwirken, indem sie neben dem Grundstück, Kies, Sand und Wasser zur Verfügung stellt. Außerdem übernimmt das Dorf die Versorgung sowie die Unterbringung der Bauarbeiter und hilft mit ungelernten Arbeitskräften bei der Grundsteinlegung. Die Grundschule Kikpeou selbst soll durch den Bau eines Schulgebäudes mit 4 Klassenräumen, Büro- und Lagerraum inklusive Ausstattung ein neues Gesicht bekommen, damit Schüler*innen an dieser Schule bessere und vor allem sichere Lernbedingungen haben. 

 

Die prekären Verhältnisse erschweren erheblich die Lernqualität und beeinträchtigen folglich den Schulbesuch der Kinder in Kikpeou. Die Grundschule ist, wie viele Schulen in unserem Einsatzgebiet, auf Unterstützung angewiesen. Wir verfügen bereits in Kikpeou über Strukturen und Erfahrungen, die die Bauarbeiten erleichtern würden. Ossara e.V. möchte an dieser Stelle – entsprechend seiner Satzung – einen Beitrag dazu leisten, damit das Dorf Kikpeou ein neues Schulgebäude mit kompletter Ausstattung bekommt. Dieses Projekt würde zur Verbesserung der Lernbedingungen an der Grundschule Kikpeou beitragen, indem die Schüler*innen und das Lehrpersonal adäquate Schulklassen mit Sitzmöglichkeiten bekommen.

 

Förderer*innen bzw. Spender*innen gesucht!