· 

Multikulturelles Sommerfest 2019

Im Rahmen seiner Inlandsarbeit hat der Ossara e.V. und der SV Groß Borstel ein zweitätiges Sommerfest am Sportpark Hans Thanbichler in Groß Borstel am 22. und 23. Juni veranstaltet.

 

Ossara e.V. lud gemeinsam mit dem SV Groß Borstel zu einem unterhaltsamen Wochenende, mit multikulturellem Austausch für Groß und Klein ein. Ziel des Festes war Bewohner*innen aus dem Bezirk Nord, Nachbarn und all jene, die an kulturelle Vielfalt interessiert sind, zusammen zu bringen und dadurch ein Zusammenwachsen der Stadt und den Austausch zwischen verschiedenen Kulturen zu fördern. Durch die große Zahl an Besucher*innen (ca. 1.100) konnten neue Verbindungen zwischen den Migrantenselbstorganisationen und den Gästen hergestellt werden.

 

Das afrikanische Restaurant Papaye, Ossaras selbstgemachte Waffeln, Würstchen vom Grill und selbstgebackener Kuchen haben die Besucher*innen kulinarisch verpflegt. Bei Kaffee und Kaltgetränken, wurden Musiker*innen verschiedener Herkunft und Musikrichtungen gelauscht. Die Bangoura Group, Over Forty Rock'n'Roldies, Pipes and Drums und Doubassin Sanogo haben für gute Stimmung am ganzen Wochenende gesorgt. Bei einem spontanen gemeinsamen Auftritt des Musikers Doubassin Sanogo und Pipes and Drums wurden schottische und westafrikanische Klänge vereint. Die Besucher*innen waren begeistert.

 

Sport und Integration standen im Fokus des Events. Während sich Migrantenselbstorganisationen den Besucher*innen vorstellten, fand gemeinsam mit Politiker*innen der CDU, SPD, Linke, Grünen und FDP ein Austausch über Integrationsarbeit und die Vision für das Zusammenleben in Hamburg statt. Die Leitung des Gesprächs übernahm Dr. Rita Panesar.

 

In dem Gespräch mit Staatsrat Christoph Holstein, Dorothee Martin (SPD), Dr. Andreas Schott (CDU), Michael Werner-Boelz (Die Grünen),Karin Haas (Die Linke) und Ralf Lindenberg (Fdp) ging es um die Herausforderungen und Chancen der Integration in Hamburg und den positiven Effekt einer Partnerschaft zwischen Sportvereinen und Migrantenselbstorganisationen. Die erfolgreiche Partnerschaft der Vereine bestätigten Nicolas Moumouni (Vorstandsorsitzender von Ossara e.V. )und Georg Schulz (Vorstandsvorsitzender von SV Groß Borstel v. 1908 e.V.).  

 

Poetry Slamer Steve Fotso (Kamerun) und Hayford Anyidoho (Ghana) gaben einen Einblick in ihren Alltag als Migrant in Deutschland und zeigten mit viel Witz und Charme, welche Hindernisse tagtäglich auf sie warten. Der togoische Modedesigner Antonini de Bremen, zeigte am Samstag bei einer Modenschau seine neue farbenfrohe Kollektion.

Neben Bambini Fußball der ganz Kleinen und einem Spiel der Fußball- Oldies war das Fußballturnier zwischen dem Frohnauer SC (Berlin), Spieker Wurster (Ostfriesland), U19 SV Groß Borstel und dem FC Afrik City der sportliche Höhepunkt. Der Frohnauer FC durfte den Pokal mit nach Berlin nehmen, um dann im nächsten Jahr beim multikulturellen Sommerfest erneut darum zu spielen.

 

Das multikulturelle Sommerfest 2019 feierte auch das einjährige Jubiläum der Zusammenarbeit zwischen dem Sportverein Groß Borstel und dem gemeinnützigen Verein Ossara. Seit Oktober 2018 teilen sich die beiden Vereine sowohl die Räumlichkeiten als auch eine Vision: Integration durch Sport.

 

Das Inlandsangebot des Ossara e.V. umfasst neben den Sportangeboten wie Kanufahren, Fahrradtouren und Fitness für Frauen, auch Sprachförderung, Sozialberatung, Bewerbungshilfe und Hausaufgabenhilfe. Alle Angebote sind kostenfrei, niedrigschwellig und für alle Menschen zugänglich.

 

Der 2017 gegründete Verein Ossara e.V. ist ein multikultureller Zusammenschluss, um Bildung, Gesundheit und kulturelle Vielfalt im In- und Ausland zu fördern. Der Tätigkeitsschwerpunkt der Auslandsarbeit liegt bisher in dem westafrikanischen Land Togo. Durch Ossaras Engagement wurden vor Ort in den letzten Jahren Schulen renoviert und ausgestattet, Schuluniformen bereitgestellt, Brunnen für sauberes Trinkwasser gebaut, Sportangebote gefördert und eine große Kampagne zum Thema Zahngesundheit umgesetzt.

 

Gefördert wurde das Sommerfest im Rahmen der Stadtteilkultur vom Bezirksamt Hamburg-Nord.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0