· 

Ein Pumpbrunnen für Koumatchangou

Koumatchangou ist ein Dorf im Kanton Agbonte, ca. 75 km nordöstlich von der Kleinstadt Kante und 545 km von der Hauptstadt Lomé. Das Dorf hat ca. 950 Einwohner*innen und liegt an der Grenze zum Nachbarland Benin. Laut Aussagen der Dorfältesten bedeutet der Name Koumatchangou, „derjenige, der sich entfernt hat“ auf Outamari, einer der Sprachen in der Gegend. 

Das Dorf teilt sich mit zwei weiteren kleinen umliegenden Dörfern eine Grundschule. Eine Krankenstation ist nicht vorhanden und es gibt vor allem keinen Zugang zu sauberem Wasser. Vertreter*innen des Dorfes, die von den Projekten von Ossara im Norden von Togo gehört haben, kamen auf uns während unser letzten Heimatsreise im Dezember 2018 zu, um uns auf den akuten Mangel am Trinkwasser in diesem Dorf aufmerksam zu machen und um Unterstützung für den Bau eines Pumpbrunnens zu bitten. Unser Team war vor Kurzem vor Ort, um sich einen Eindruck über die Lage zu verschaffen: Das Dorf verfügt zwar über Ziehbrunnen, die aber wegen ihrer Tiefe schnell austrocknen, sobald die Regenzeit vorbei ist. Die einzige Wasserquelle in der Trockenzeit bleibt der viele Kilometer entfernte Fluss Koumakou an der Grenze zu Benin. Da gehen Frauen und Kinder täglich hin, um Wasser zu holen und setzten sich dabei vielen Gefahren aus. Durchfall und andere Krankheiten wie z. B. die (Darm-)Bilharziose sind keine Seltenheit in diesem Dorf, und dies in Verbindung mit dem verschmutzten Wasser des Flusses Koumakou.

Ossara e. V. kann dank einer Teilfinanzierung von der NUE-Stiftung den Bau eines Pumpbrunnens für das Dorf Koumatchangou realisieren, den Menschen in Koumatchangou den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. Ohne Wasser gibt es kein Leben und keine nennenswerte Entwicklung. Und die fehlende Entwicklung und fehlende Perspektiven führen wiederum zur Landflucht und unkontrollierten irregulären Migration. Mit unserem Beitrag in diesem Dorf sowie in anderen Gebieten Togos möchten wir das Leben auf ländlichen Gebieten attraktiver machen und langfristig gegen Fluchtursachen kämpfen.

 

Gesamte Projektkosten: 7.270,96 €

 

Projektzeitraum: Juli bis September 2019

Kommentar schreiben

Kommentare: 0